Hauptstraße 2 · Kampen auf Sylt · seit Mai 2026

Jedes Stück hat eine Geschichte.

Ein Laden für Dinge, die schon etwas erlebt haben – und für Dinge, die noch etwas erleben sollen. Wir kaufen keine Kollektionen. Wir suchen einzelne Stücke. Und zu jedem können wir sagen, wo es herkommt.

Federzeichnung des MODI'S Ladens: ein reetgedecktes Sylter Haus mit zwei Fahnen, Motorrad und Sonnenschirm vor dem Eingang

Hauptstraße 2 – mit der Feder gezeichnet, Reetdach inklusive.

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Quasi unser erweitertes Wohnzimmer

„Wir verkaufen kein Produkt, sondern ein Lebensgefühl."

Moritz Berlin & Dirk Thomas

Kampen hat genug Hochglanz. Das hier ist bewusst etwas anderes. Alte Dielenböden, historische Ladenelemente, Chesterfield-Sofas, Fundstücke, die irgendwo auftauchten und geblieben sind. Nichts davon wurde als Set bestellt.

Der Raum ist nicht durchgeplant, er ist gewachsen. Was passt, bleibt. Was sich überlebt hat, verschwindet wieder. Deshalb sieht es hier alle paar Monate anders aus.

Ein Sofa, auf dem man sitzen bleibt, ein Kaffee, ein Gespräch, das nichts verkaufen muss – das gehört dazu. Wer nur schauen will, ist hier genauso richtig.

Was wir zuerst fragen: Wer hat das gemacht, wo, und woraus? Wenn ein Stück darauf keine Antwort hat, kommt es nicht rein. Alles Weitere – Herren, Damen, Kinder – ergibt sich daraus.

  • HandverlesenEinzelstücke statt ganzer Kollektionen
  • Mit HerkunftManufaktur, Material und Ort – alles benennbar
  • GewachsenEin Raum aus Fundstücken, nicht aus dem Katalog
Foto: Sven Erberich

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Die Geschichten an der Stange

Sechs Stücke, nach denen am häufigsten gefragt wird – und was dahintersteckt. Nichts davon ist Werbetext. Es ist der Grund, warum die Dinge überhaupt bei uns hängen.

  1. 01

    Baracuta G9

    Zwei Golf spielende Brüder wollten eine Jacke für den Platz. Was 1937 dabei herauskam, wird seither in Manchester entworfen und komplett dort gefertigt – keine Überseeproduktion, damals nicht und heute nicht.

    Alles daran hat einen Grund: Raglanärmel, damit der Schwung frei bleibt. Taschen, in die zwei Golfbälle passen. Ein Kragen mit zwei Knöpfen. Gerippte Bündchen und Saum. Und die unverwechselbare Regenschirm-Passe im Rücken, die den Regen ableitet. Das Futter: schottischer Fraser-Tartan, heute mit atmungsaktivem Coolmax®.

    Elvis Presley trug sie 1958 in „King Creole" – danach war sie vom Golfplatz weg. Steve McQueen, Frank Sinatra, Ivy-League-Studenten, später Joe Strummer und Paul Weller. Den Namen „Harrington" bekam sie erst in den Sechzigern, geliehen von einer Figur, die Ryan O'Neal im amerikanischen Fernsehen spielte.

    Bei uns in mehreren Farben – und meist nicht lange.

  2. 02

    Atelier Alpiniste

    Die Decken und Schals werden in Nepal aus Upcycling-Kaschmir gewebt – von älteren Menschen, die nie lesen und schreiben gelernt haben. Das Weben ist der Weg, auf dem sie trotz ihres Alters weiter für sich selbst sorgen.

    Hilfe zur Selbsthilfe, kein Almosen. Und dabei eine Decke, die so warm ist, wie nur Kaschmir warm sein kann, in Farben, die sich daraus ergeben, was da war.

    Das leiseste Geschenk, das wir im Laden haben.

  3. 03

    Saint James

    Das gestreifte Shirt, das heute jeder „bretonisch" nennt, war Arbeitskleidung. Kabeljaufischer aus der Bretagne waren sechs, sieben Monate am Stück im Nordatlantik. Die Wolle kam von den Salzwiesenschafen rund um den Mont-Saint-Michel – wenige Kilometer von der Spinnerei entfernt.

    Dicht gestrickt gegen den Wind, gestreift, damit ein Mann über Bord im grauen Wasser noch zu sehen war. Erst die Funktion, dann das Aussehen – und das ist geblieben.

    Auf Sylt: exklusiv bei uns.

  4. 04

    Red Wing

    Charles Beckman gründete die Firma 1905 mit vierzehn Mitinvestoren in einer kleinen Stadt am Mississippi – Stiefel für Männer, die draußen arbeiten. 1917 lieferte die Fabrik Stiefel auf dem Munson Army Last für Soldaten, die nach Europa gingen.

    1950 kam der Irish Setter, in dem rotbraunen Leder, für das die Marke bis heute steht. Die Firma ist immer noch in Familienbesitz, in vierter Generation.

    Stiefel, die im dritten Winter besser aussehen als im ersten. Auf Sylt: exklusiv bei uns.

  5. 05

    Alden

    Charles H. Alden begann 1884, rahmengenähte Schuhe von Hand zu fertigen. Seit etwa 1930 kommt das Shell Cordovan von Horween in Chicago – der letzten Cordovan-Gerberei der USA, in der das Leder noch immer rund ein halbes Jahr braucht.

    Modell 405 kennen die meisten, ohne die Nummer zu kennen: der Stiefel, den Harrison Ford als Indiana Jones trug.

    Auf Sylt: exklusiv bei uns.

  6. 06

    Seil Marschall

    1896 von Johann Marschall gegründet, bis heute Familienbetrieb in vierter Generation – und im Kern immer noch Seilerei und Planenweberei. Die Taschen und Jacken sind aus dieser industriellen Sattlerei entstanden, nicht aus einem Mode-Briefing.

    Ihr eigener Satz beschreibt eigentlich den ganzen Laden: Dinge zum Gebrauch, nicht zum Verbrauch.

    Auf Sylt: exklusiv bei uns.

Kürzere Geschichten, gleiches Prinzip

  • Croots

    Malton, Yorkshire · 1978

    Entstand, weil ein Ehepaar keine ordentliche Tasche fand und sich selbst eine nähte. 2008 fertigten sie eine Patronentasche mit Royal Standard für Elizabeth II.

  • Hestra

    Småland, Schweden · 1936

    Begann mit genieteten Lederhandschuhen für Waldarbeiter. Erst als 1937 in der Nähe ein Slalomhang eröffnete, kam der Skihandschuh dazu. Vierte Generation, dieselbe Familie.

  • Stetson

    Philadelphia, USA · 1865

    Für den „Boss of the Plains" wurden rund 42 Biberfelle zu einem guten Hut verarbeitet. Die Fabrik hatte zeitweise ein eigenes Krankenhaus und eine Bibliothek.

  • Lesca Lunetier

    Frankreich · 1964

    Dickrandige Acetatbrillen in Kleinserien, zweite Generation, geführt von den Söhnen des Gründers. Formen aus der Zeit, in der Acetat veränderte, wie eine Brille aussehen konnte.

  • Good On

    Japan · 1997

    Pigmentgefärbter Jersey, der ausbleicht wie Denim. Jede Charge wird von Hand gefärbt, rund acht Stunden: anmischen, färben, waschen, trocknen.

  • Manifattura Ceccarelli

    Forlì, Italien

    Naturgewachste Baumwolljacken und Casentino-Wolle aus der Toskana, vollständig in Italien gefertigt.

  • Pike Brothers

    Repro-Workwear · seit 2010

    Wiederbelebt, nachdem eine originale Pike-Brothers-Jacke auftauchte. Rekonstruktionen von Arbeits- und Motorradbekleidung, geschnitten und verarbeitet wie damals.

  • Knickerbocker NYC

    New York · 2013

    Baute die eigene Fabrik in den Räumen einer ehemaligen Hutfabrik an der Grenze zwischen Brooklyn und Queens und betrieb sie fünf Jahre lang.

  • marc booten

    Düsseldorf

    Seife und Haarpflege von einem Düsseldorfer Friseur, der sein Thema als Kind gefunden hat: Sein Onkel war Mönch in der Abtei Mariawald, und der Klostergarten ist hängen geblieben. Später kamen Ausbildungen in Kräuter- und Aromakunde dazu. Pflanzlich, ohne Wunderversprechen – sein Satz lautet, gesunde Kopfhaut mache gutes Haar.

Gelber Harley-Davidson-Tank mit Regentropfen, dahinter eine blühende Hecke
Runder Chromspiegel an einem hellgrünen Oldtimer, nass vom Regen

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Die beiden

Kennengelernt haben sie sich im Sommer 2022 auf Sylt: einer, der immer schon hier ist, und einer, der die Marken mitgebracht hat.

Moritz Berlin mit langem grauem Bart, Bandana und olivfarbenem Hemd auf der Kampener Hauptstraße

Moritz Berlin

Ein Sylter Original. Sechsundzwanzig Jahre Strandwärter am Kampener Strand – für viele schlicht „der Bärtige vom Kampener Strand". Er weiß, wer hier lebt, wer jedes Jahr wiederkommt und bei welchem Wetter es sich lohnt, rauszugehen.

Dirk Thomas in Daunenweste im Laden, im Hintergrund ein Surfbrett mit Union Jack

Dirk Thomas

Studierte mehrere Semester Architektur, ging dann in Berlin in die Gastronomie. Baute den Vertrieb für Merz b. Schwanen auf, vertrieb internationale Marken in Europa und arbeitete als Einkäufer und Storemanager bei 14oz in Berlin und Kampen. Vor einigen Jahren kam er nach Sylt und blieb.

Kampen war keine Standortentscheidung. Hier hat ihre gemeinsame Geschichte angefangen – und der Ort steht immer noch für das, worum es im Laden geht: Zeit, Wetter, Charakter.

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Wer bei uns im Laden ist

Herren, Damen, Kinder. Internationale Namen, Stücke mit Inselbezug, Vintage-Fundstücke und Unikate. Markierte Marken gibt es nirgends sonst auf Sylt.

  • Alden
  • Red Wing
  • Saint James
  • Baracuta
  • Pike Brothers
  • Manifattura Ceccarelli
  • Knickerbocker NYC
  • Seil Marschall
  • Croots
  • Lesca
  • Ivy Ellis
  • Les Motocyclettistes
  • PassionFrance
  • EINS BERLIN
  • marc booten
  • Atelier Alpiniste
  • Good On
  • Stetson
  • Hestra

Auf Sylt exklusiv bei MODI'S

Dazu, was gerade da ist: Vintage, einzelne Fundstücke, Unikate.

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Kommen Sie vorbei

Adresse

MODI'S Kampen
Hauptstraße 2
25999 Kampen (Sylt)

In Karten öffnen

Öffnungszeiten

Mo – Sa
11:00 – 18:00 Uhr
So, in der Saison
11:00 – 17:00 Uhr

Saison und Wetter können daran drehen – ein Blick auf Instagram hilft.

Gut zu wissen

  • Besucher-Parkplätze am Haus
  • Barrierefreier Zugang, Kinderwagen willkommen
  • Wir sprechen Deutsch und Englisch
  • Für Familien, Gruppen und alle, die allein unterwegs sind

Wenn Sie etwas Bestimmtes suchen – eine Baracuta G9 in einer bestimmten Farbe, eine Größe bei Alden – rufen Sie vorher an oder schreiben Sie. Manche Dinge gibt es hier nur einmal.